Schauspiel / Tallinn / München / London
Texte von Simon Stephens Übersetzung von Barbara Christ, Anu Lamp
Simon Stephens schrieb Three Kingdoms für Darsteller aus London, München und Tallinn – eine schwarze, verstörende, doch unterhaltsame Kriminalstory als Parabel über den Teufel in uns allen, den internationalen Menschenhandel und die wechselvollen Zustände Europas. Regie bei dieser trilateralen Koproduktion führt Sebastian Nübling. Mehr
Simon Stephens liebt Krimis. Deshalb schrieb er mit Three Kingdoms ein Stück, „das davon ausgeht, dass der Teufel möglicherweise in uns allen steckt. Dass wir Jahre damit verbringen können, den Bösen zu suchen, um dann festzustellen, dass wir es die ganze Zeit selbst waren. Gut und Böse haben exakt das gleiche Gesicht. Das Hinterfragen und Untergraben moralischer Gewissheiten ist das Herz des Stückes.“ Auf den Spuren eines Verbrechens reist ein britischer Detective Inspector mit seinem Kollegen nach Deutschland und von dort aus weiter nach Osten bis nach Estland. Geführt von einem mephistophelischen deutschen Kriminalbeamten, gerät er immer tiefer ins Rotlichtmilieu und in den internationalen Menschenhandel. Seine Reise wird zur Irrfahrt durch sein eigenes inneres Imperium. In seiner Schlaflosigkeit entgleiten ihm auch vermeintliche Gewissheiten über die Beschaffenheit Europas mit seinen alten und verstörend neuen Grenzen. Hinter jeder Wahrheit verbirgt sich eine andere, hinter jedem menschlichen Abgrund tut sich sein eigener auf.
Der englische Autor Simon Stephens, dessen Stück Wastwater bei den Wiener Festwochen 2011 zu sehen war, schrieb Three Kingdoms für Schauspieler aus London, München und Tallinn. Sebastian Nübling inszenierte diese Uraufführung dreisprachig, als aberwitzige Parabel über den Zustand, den Zusammenhalt und den Zerfall Europas.
WenigerInszenierung / Sebastian Nübling
Bühne und Kostüme / Ene-Liis Semper
Musik / Lars Wittershagen
Licht / Stephan Mariani
Dramaturgie / Eero Epner, Julia Lochte
Mit / Rasmus Kaljujärv, Risto Kübar, Lasse Myhr, Mirtel Pohla, Jaak Prints, Gert Raudsep, Ferdy Roberts, Steven Scharf, Rupert Simonian, Çigdem Teke, Nick Tennant, Tambet Tuisk, Sergo Vares
Spielort
Theater an der WienSpieltage
12.06.12 19:30Preise
EUR 10,- / 17,- / 20,- / 24,- / 29,- / 33,- / 36,- / 43,- / 56,-Sprache
Deutsch, Englisch und Estnisch mit deutschen ÜbertitelnDauer
3 Std., 1 PausePUblikumsgespräch
14. Juni, im Anschluss an die Vorstellung, Theater an der Wien